Südlicher Blaupfeil

Fuldaaue

Nur an neu gestalteten Habitaten (Pionierart) oder frisch renaturierten Gewässern.

In jungen Renaturierungen der Fuldaaue, wie Seitengerinnen oder Gewässerverzweigungen (bei Blankenheim und Bad Hersfeld) mit noch offenen kiesigen Substrat an den Ufern. Auch an neugestalteten Kleingewässern (Ersatz/Ausgleichsmaßnahmen)

Aktuell: Kiesabbaugebiet D33 Bebra, "Finkenroth"  (abgeschlossener und renaturierter Kiesabbau), F06 Meckbach, Fuldasumpfwiesen (Gestaltetes Kleingewässer) und I24 Bad Hersfeld (neues Kleingewässer als Ersatzmaßnahme).

Außerhalb der größeren Auen von Fulda und Werra

Bisher drei Fundstellen in quelligen Habitaten im Offenland und Nachweise an Kleingewässern mit vegetationsarmen Böden in den ehemaligen Abbaugebieten und in einem Naturschutzgebiet (NSG "Ulfewiesen bei Weiterode")-

Im Jahr 2013 an einem Kleinsttümpel (Wildschweinsuhle) in einer flächigen Wiesenquelle.

Fundstellenkarte

Zahl der TK-Viertel mit Nachweisen im Kreis

8

Fundstellen

13

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
          14.06. (2022) 14.09. (2021)      

- Paare und Eiablage

7 Datensätze im Zeitraum vom 14.06. (2026) bis 16.08. (2013).

Davon 2x im Juni, 3 x im Juli und 2x im August.

Häufigkeit

13 Fundstellen

Rote Liste

RLD 1998: 3, 2015: nicht gefährdet

RLH  2025: ungefährdet

Gefährdung

Regionale Gefährdung, Nur wenige Fundstellen und Individuen.

Der erste Nachweis aus dem Kreis stammt aus dem Gutachten des NSG „Auf dem Ried bei Iba“, Mitte der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts durch H. Wacker (Habitat: neu gestaltete Kleingewässer und Quellbach). Erst im Jahr 2011 ein Männchen an einem neu gestalteten Seitengerinne der Fulda bei Blankenheim (Auenrenaturierung). Ein Jahr später zwei neue Fundstellen, davon ein Fortpflanzungsnachweis. In 2013 drei Fundstellen, davon zwei mit Fortpflanzungsnachweisen. Auch steigt in diesem Jahr die Zahl der Individuen in den Fundstellen.

Ob dieser positive Trend der sich ausbreitenden südlichen Art anhält, bleibt offen.

Veränderungen im Zeitraum von 2021 bis 06.07.2026:  Insgesamt  gab es Nachweise in 6 Fundstellen. Zwei neue Fundstellen für die Art: 1. In der bekannten Fundstelle D13 NSG Ulfewiesen (Graben) und 2. eine neue Fundstelle I24 Bad Hersfeld (neue gestaltetes Kleingewässer, Ersatzmaßnahme).

Es gibt eine neue Erstbeobachtung: 14.06.22  und eine neue Letztbeobachtung: 14.09.21.